Auswirkungen des Klimawandels

Die Veränderung des Klimas hat einen Einfluss auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft. Langfristig werden die negativen gegenüber den positiven Folgen klar überwiegen. Die Temperaturerhöhung wirkt sich in der Schweiz auf die natürlichen Systeme wie die Wasser- und Stoffkreisläufe, die Luftqualität sowie die Tier- und Pflanzenwelt aber auch auf die Bereiche Gesundheit, Land- und Waldwirtschaft, Energie, Wasserwirtschaft, Tourismus sowie Gebäude und Infrastrukturen aus.

Für den Kanton Aargau, als Mittellandkanton, stehen unter anderem folgende Herausforderungen an:

  • Grössere Hitzebelastung. In stark bebauten Siedlungsgebieten steigen die Temperaturen im Vergleich zum Umland besonders stark an. Die Oberfläche ist durch Häuser, Mauern und Straßen vergrössert. So wird mehr Sonneneinstrahlung eingefangen. Diese Wärmeenergie speichert sich besonders gut in Asphalt, Beton und den Dächern der Häuser und wird nur sehr langsam wieder abgegeben. Man spricht auch von einem Wärmeinsel-Effekt. Die zunehmende Hitze kann sich auf die Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung auswirken. Besonders gefährdet sind alte und pflegebedürftige Personen, sowie Säuglinge. Die Hitzebelastung am Arbeitsplatz kann zudem die Leistungsfähigkeit verringern und sich so auf die Wirtschaft auswirken.
     
  • Zunehmende Trockenheit. Künftig muss im Aargau häufiger mit tiefen Wasserständen in Aargauer Flüssen und Bächen gerechnet werden. Das verbleibende Wasser ist oft zu warm und gefährdet das Überleben von Fischen und anderen Wasserlebewesen. Wasserentnahmen für die notwendige Bewässerung von landwirtschaftlichen Kulturen können problematisch werden. Der Wassermangel kann in der Landwirtschaft zu Ernteeinbussen führen.
     
  • Steigendes Hochwasserrisiko. Häufigere Starkniederschläge erhöhen das Überschwemmungsrisiko. Grosse Sachschäden an Gebäuden, Strassen oder Schienen können schliesslich die Folge sein, wenn das Wasser über die Ufer tritt.
     
  • Veränderungen der Lebensräume und der Tier- und Pflanzenwelt. Durch veränderte Standortbedingungen, wie beispielsweise mehr Trockenheit und erhöhte Wassertemperatur in Feuchtgebieten und Gewässer, können bereits heute seltene Tier- und Pflanzenarten ihre Lebensgrundlage verlieren. Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Biodiversität sind komplex und machen sich nur langsam bemerkbar. Neben "Verliererarten" kann es aber auch "Gewinner" geben. So können problematische Tier- und Pflanzenarten vom Klimawandel profitieren und andere verdrängen.