Klimaschutz und -anpassung

Der Bundesrat begegnet dem Klimawandel mit einer Doppelstrategie. Im Vordergrund stehen Klimaschutzmassnahmen (Vermeidung) um die Emissionen von Treibhausgasen zu senken. Weil sich der Klimawandel jedoch nicht mehr ganz vermeiden lässt, wird die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels immer wichtiger.

Diagramm Politik

Quelle: Bundesamt für Umwelt BAFU (2015): Anpassung an den Klimawandel, Bedeutung der Strategie des Bundesrates für die Kantone, Bern 2015

 

Vermeidung: Klimaschutzmassnahmen haben zum Ziel den Ausstoss von Treibhausgasen zu senken. Die Schweiz leistet damit einen Beitrag zum international anerkannten Ziel, die globale Erwärmung auf deutlich weniger als 2 Grad zu begrenzen (Übereinkommen von Paris). Die konkreten Schweizer Ziele und Massnahmen sind im CO2-Gesetz festgelegt. Um die Reduktionsziele zu erreichen, sind erheblich Anstrengungen in den Bereichen Verkehr, Gebäude und Industrie notwendig. Alle Ebenen, Bund, Kantone, Gemeinden aber auch Unternehmen, Verbände und die Bevölkerung sind gefordert ihren Beitrag zu leisen.

Anpassung: Der Bundesrat hat zum Umgang mit den Chancen und Risiken des Klimawandels eine eigene Strategie und einen Aktionsplan 2014–2019 mit 63 Massnahmen in unterschiedlichen Bereichen formuliert. Einige Massnahmen haben zum Ziel einen Beitrag zur Bewältigung der Hitzebelastung in Städten und Agglomerationen zu leisten. Dabei geht es u.a. um die Reduktion von Wärmeinseln durch geeignete Freiraumplanung, wie beispielsweise durch Baumpflanzungen. Das Projekt Klimaoase setzt diese Massnahme exemplarisch um.

Klimaangepasste Siedlungsentwicklung: Vorausschauend angelegte und gestaltete Freiräume im Siedlungsgebiet können die negativen Auswirkungen des Kimawandels mindern. Folgendes Merkblatt hilft Gemeinden die zu erwartenden Auswirkungen durch den Klimawandel auf die Biodiversität und auf das Lokalklima für den Menschen zu identifizieren. Es zeigt Handlungsmöglichkeiten bei der Gestaltung und dem Unterhalt von Natur im Siedlungsraum auf. Dies als Beitrag für die Lebensqualität und die Biodiversität. Das Merkblatt eignet sich für alle Gemeinden.