Baumwahl

In der Schweiz hat sich das Klima in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verändert. Es wurde bereits deutlich wärmer, Hitzewellen und Trockenperioden wurden länger und häufiger. In Städten und dichte Agglomerationen sind die Temperaturen aufgrund des Hitzeinseleffekt zudem wesentlich höher als im Umland. An heissen Tagen halten wir uns nur ungern länger an Orten ohne Schatten und hohen Temperaturen auf. Ein neu gepflanzter Baum, welcher in ein paar Jahren solche Orte kühlen soll, muss aber genau hier anwachsen und gross werden. Es stellt sich die Frage, welche Baumart hier wachsen und ihre volle Wirkung entfalten kann.

Prime Tower

Gebiets-, und artverwandte Arten ergänzen die einheimischen Arten

Damit die Bäume der Klimaoasen ihre volle Wirkung (Klima, Biodiversität, usw.) entfalten können, müssen sie an die verstärkte Hitze und Trockenheit angepasst sein. Nicht alle einheimischen Bäume können sich an die veränderten klimatischen Bedingungen anpassen. Gewisse Pflanzenarten aus trockenen und heissen Gegenden werden mit zunehmender Erwärmung und Trockenheit Vorteile gegenüber anderen Arten haben, sind dadurch überlebensfähiger und können ihre Wirkung besser entfalten. Durch eine hohe Artenvielfalt kann dem Risiko von Krankheiten durch neue wärmeliebende Schadorganismen begegnet werden. Zur Reduktion der Risiken und als Ergänzung zu einheimischen Arten, sollten auf Extremstandorten deshalb gebiets-, und artverwandte Bäume verwendet werden.

Entscheidend ist, das Pflanzen gute Wachstumsbedingungen und den benötigten Raum (für Wurzeln und bei Bäumen für die Krone) erhalten. Insbesondere muss genügend Wasser zu Verfügung stehen, was in Hitze- und Trockenperioden eine Bewässerung erfordern kann. Im Strassenraum oder auf Plätzen sollte die Baumscheibe begrünt sein.