Wie die Idee der Klimaoase entstand


Anlass gab unter anderem der Hitzesommer 2018 – er lieferte uns einen Vorgeschmack darauf, was künftig Normalität sein könnte. Der Aargau ist, wie alle Mittellandkantone, stark vom Klimawandel betroffen. Die Sommerhitze macht sich vor allem in städtisch geprägten Gebieten unangenehm bemerkbar. Und hier wohnen, arbeiten und erholen sich rund 85 Prozent der Aargauer*innen. Die zunehmenden Hitzetage können sich negativ auf die Lebensqualität der Menschen und die Wirtschaft auswirken. 

Das Klima wird sich auch in Zukunft weiter verändern. In Buchs AG werden im Jahr 2060, bei ausbleibendem effektivem Klimaschutz, 25 bis 45 Tag mit Temperaturen über 30°C jährlich erwartet. Umso wichtiger ist es, dass neben dem Klimaschutz auch Massnahmen zur Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels angegangen werden.

Gemeinden ist diese Tatsache noch wenig bewusst. Dabei haben gerade sie auf lokaler Ebene die Möglichkeit, sich vorausschauend und mit den richtigen Massnahmen für die Lebensqualität ihrer Bevölkerung jetzt und in Zukunft stark zu machen.

Mit dem Projekt Klimaoase wird im Kanton Aargau erstmals mit einer Kampagne über das Thema Klimawandel und mögliche Anpassungsmassnahmen informiert und sensibilisiert. Im Fokus steht dabei die Förderungen von Grünräumen im stark bebauten Siedlungsgebiet. Konkret unterstützt das Projekt die Pflanzung von Bäumen als „Klimaoasen“ in Aargauer Gemeinden. Diese neuen Grünräume haben nicht nur einen positiven Effekt auf das Klima in urbanen Räumen, sondern sind auch neu geschaffene Hotspots für Biodiversität – zwei positive Effekte auf einmal!